FC Steinsee holt das Kaiserhäferl
Zehn der besten Teams des FFBÖ, zwei intensive Gruppen und eine K.-o.-Phase um die Krone: Beim Kaiser Cup 2026 setzte sich der FC Steinsee am Ende durch. Der Meister der Kaiserliga Süd schlug Nitro Neubau im Finale mit 3:1 und krönte sich damit zum Champion der Champions.
Ein Tag im Zeichen des Kaiserhäferls
Am Sonntag, dem 13. September, gehörte der Sportplatz des ASK Erlaa den Besten der Besten. Beim FFBÖ Kaiser Cup 2026 trafen die Meister und Vizemeister der Kaiserligen sowie Liga-Pokal-Finalist Real Vienna aufeinander, um zum Abschluss der Saison noch einmal die große Frage zu klären: Wer holt sich das Kaiserhäferl und damit die Krone im FFBÖ-Kleinfeldfußball?
Zehn Mannschaften gingen ins Rennen. Gespielt wurde zunächst in zwei Fünfergruppen, jeweils über 20 Minuten und im Modus jeder gegen jeden. Nur die beiden besten Teams jeder Gruppe lösten das Ticket für das Halbfinale. Mit FC Steinsee, Hajduk Wien, AWP 05, Dynamo Hietzing, AS Pirin, Olympichaos Bieräus, Nitro Neubau, Driberger, E Buraz FC und Real Vienna war das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt.
Hajduk marschiert makellos durch Gruppe A

In Gruppe A setzte zunächst Hajduk Wien das deutlichste Ausrufezeichen. Vier Spiele, vier Siege und ein Torverhältnis von 10:2: Die Wiener präsentierten sich in der Vorrunde als das konstanteste Team des gesamten Feldes.
Nach dem 3:0 gegen Driberger folgten Siege gegen Dynamo Hietzing und Olympichaos Bieräus, ehe Hajduk im direkten Duell auch Nitro Neubau mit 2:1 bezwang. Mit zwölf Punkten war Platz eins souverän abgesichert.
Dahinter spielte sich Nitro Neubau ebenfalls eine starke Gruppenphase. Siege gegen Olympichaos Bieräus, Driberger und Dynamo Hietzing brachten neun Punkte und den zweiten Platz. Die einzige Niederlage setzte es ausgerechnet im letzten Gruppenspiel gegen Hajduk.
Olympichaos Bieräus blieb mit sechs Punkten auf Rang drei hängen, Dynamo Hietzing kam auf drei Zähler. Für Driberger endete der Kaiser Cup nach vier Niederlagen bereits nach der Vorrunde.
AWP 05 gewinnt Gruppe B – Steinsee bleibt auf Kurs

Deutlich enger verlief das Rennen in Gruppe B. AWP 05 legte mit einem 6:1 gegen Real Vienna einen furiosen Start hin und beendete die Gruppenphase schließlich mit neun Punkten und einem starken Torverhältnis von 13:4 an der Spitze.
Der spätere Turniersieger FC Steinsee musste sich seinen Platz in der K.-o.-Phase dagegen erarbeiten. Nach einem 1:1 zum Auftakt gegen E Buraz FC fand der Meister der Kaiserliga Süd immer besser ins Turnier. Gegen Real Vienna und AS Pirin gelangen jeweils 2:0-Siege. Die abschließende 1:4-Niederlage gegen AWP 05 änderte nichts mehr am Aufstieg: Sieben Punkte bedeuteten Rang zwei und das Halbfinalticket.
Real Vienna kam nach Siegen über E Buraz und AS Pirin auf sechs Punkte, verpasste die Top zwei damit aber knapp. AS Pirin landete mit vier Zählern auf Platz vier, E Buraz FC schloss die Gruppe mit zwei Punkten ab.
Im Halbfinale kippt das Turnier
Spätestens in der K.-o.-Phase zeigte sich, wie wenig die Ergebnisse der Vorrunde noch wert waren.
Hajduk Wien war mit der makellosen Bilanz von vier Siegen als Favorit in das erste Halbfinale gegangen. Doch FC Steinsee lieferte genau im richtigen Moment eine hochkonzentrierte Leistung ab. Der Gruppenzweite ließ sich vom starken bisherigen Auftritt Hajduks nicht beeindrucken und gewann mit 2:0.
Auch im zweiten Halbfinale setzte sich der Zweitplatzierte der einen Gruppe gegen den Gruppensieger der anderen durch. Nitro Neubau bezwang AWP 05 ebenfalls mit 2:0 und zog damit ins Endspiel ein. Für AWP war es nach einer offensiv beeindruckenden Gruppenphase mit 13 Treffern ein bitteres Ende der Titelhoffnungen.
FC Steinsee setzt sich die Krone auf

Damit war alles angerichtet für das große Finale: FC Steinsee gegen Nitro Neubau, Meister der Kaiserliga Süd gegen einen der stärksten Vertreter aus dem Osten.
Und Steinsee bestätigte im entscheidenden Spiel jene Qualitäten, die das Team bereits durch die gesamte Saison getragen hatten. Nach dem zweiten Gruppenplatz und dem überzeugenden Halbfinalerfolg gegen Hajduk legte der Süd-Meister noch einmal nach und setzte sich im Endspiel mit 3:1 gegen Nitro Neubau durch.
Damit ging das Kaiserhäferl 2026 an den FC Steinsee. Der Weg zum Titel war dabei alles andere als ein Spaziergang: ein Remis zum Auftakt, drei weitere intensive Gruppenspiele, darunter eine deutliche Niederlage gegen AWP 05, ehe Steinsee in der K.-o.-Phase genau dann zur Stelle war, als jeder Fehler das Aus bedeutet hätte.
Zwei Siege gegen zwei der stärksten Mannschaften des Tages, 2:0 gegen das bis dahin perfekte Hajduk Wien und 3:1 im Finale gegen Nitro Neubau, machten den Triumph schließlich perfekt.
Dass der Erfolg nicht aus dem Nichts kam, zeigt auch der Blick auf die abgelaufene Meisterschaft: FC Steinsee hatte die Kaiserliga Süd mit 44 Punkten aus 18 Spielen sowie einem Torverhältnis von 114:42 gewonnen. Beim Kaiser Cup folgte nun die nächste Krönung einer starken Saison.
Hajduk sichert sich Rang drei
Für die beiden unterlegenen Halbfinalisten ging es parallel zum Endspiel noch um den dritten Platz. Dort schüttelte Hajduk Wien die Enttäuschung über das verpasste Finale schneller ab.
Mit einem 5:2 gegen AWP 05 beendete Hajduk den Kaiser Cup auf Rang drei. Nach einer perfekten Gruppenphase blieb damit zumindest ein Platz auf dem Podest. AWP 05 musste sich trotz einer starken Vorrunde mit Rang vier begnügen.
Mehr als nur ein Finalturnier

Der Kaiser Cup sollte auch 2026 mehr sein als ausschließlich ein sportliches Finalturnier. Rund um die Spiele wurde beim ASK Erlaa ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten.
Die Live-Band „Maier“ sorgte mit Pop, Rock, Austropop und Musik aus den 80ern für die passende Begleitung abseits der beiden Plätze. An der Gaberl-Station konnten die Besucher selbst ihr Ballgefühl unter Beweis stellen, während vor dem großen Finale beim Damen-7-Meter-Schießen um einen eigenen Pokal geschossen wurde.
Dazu begleiteten Interviews und Fotos den gesamten Turniertag, sämtliche Begegnungen wurden gefilmt. Nach dem Finale folgte schließlich die Siegerehrung und die Übergabe des Kaiserhäferls.
Der Champion der Champions heißt FC Steinsee
Am Ende eines langen Fußballtages blieb ein Sieger übrig. FC Steinsee kam nicht als dominanter Gruppensieger durch die Vorrunde, steigerte sich aber mit Fortdauer des Turniers und lieferte seine stärksten Leistungen genau dann ab, als es um alles ging.
Hajduk Wien dominierte die Gruppenphase, AWP 05 stellte mit 13 Treffern die torhungrigste Mannschaft der Vorrunde und Nitro Neubau kämpfte sich bis ins Endspiel. Die Krone aber ging in den Süden.
FC Steinsee ist Kaiser-Cup-Sieger 2026 – und darf sich nach dem Meistertitel nun auch das Kaiserhäferl in die Vitrine stellen.